Fahrradkorbpräsentationsfläche

Bislang standen die Fahrradkörbe immer auf dem blanken Fußboden. Da sie dadurch an der Unterseite zerkratzen und verschmutzen, habe ich zuunterst auch Körbe angeordnet, die ich noch von meinem Vorgänger übernommen habe. Das sah dann so aus:

Körbe auf dem Fußboden
Hier stehen die Fahrradkörbe auf dem harten Boden der Realität.

Der Plan war schon seit 2014, dort ein Brett auf dem Boden zu platzieren, ein bisschen mit Laminat aufgehübscht, damit die Körbe ein wenig über den Dreck, der unvermeidlich von draußen eingeschleppt wird, erhoben werden. Das Brett hatte ich „damals“ schon gekauft, Laminatreste sind auch noch genügend da, nur die Zeit fehlte. Gestern habe ich es dann aber doch endlich geschafft, dem gebunkerten Material mit Akkubohrer und Stichsäge zu Leibe zu rücken. Das Ergebnis ist auch ungefähr so, wie ich es mir vorgestellt habe:

Körbe auf Brett und Laminat
Drahtkörbe auf Laminat – ein erhebender Anblick

Mal sehen, wie sich das Aussehen der Kanten in den nächsten Monaten so entwickelt. Vielleicht werde ich irgendwann noch ein Abschluss-Profil ergänzen.

Da ich sowieso gerade eine Säge in der Hand hatte, habe ich auch gleich einen Türkeil geschnitzt zurechtgepfuscht angefertigt, der den Türstopper, der nur an einer bestimmten Stelle einer Fuge zwischen die Fliesen halt fand, ersetzt. Ich hatte auch mal einen schicken Türkeil von blomus gekauft, der aber zu flach war, so dass er an dieser Tür nichts ausrichten konnte. Und auch dieser Türkeil ist das Ergebnis des zweiten Versuchs. Der erste war zwar hoch genug (kann man ja vor dem Sägen messen), aber nicht lang genug, so dass die Tür ihn einfach wegschieben konnte. Dieser hier funktioniert:

Türkeil
individueller Türkeil

Die Saison geht zu Ende

Bevor jetzt jemand irritiert darüber nachzudenken beginnt, wie ich auf die Idee kommen könnte, die Fahrradsaison würde schon zu Ende gehen: Nicht die Fahrradsaison ist gemeint – vielmehr die Schulungssaison. Jedes Jahr von Oktober bis Februar bieten diverse Hersteller und Großhändler aus der Fahrradbranche Schulungen für ihre Fachhändler an. Nachdem wir im letzten Jahr aus organisatorischen oder eher aus familiären Gründen (die Geburt meiner jüngsten Tochter stand bevor) ausgesetzt haben, durfte Roman in dieser Schulungssaison alles mitnehmen, was wir nicht übersehen haben: Bosch, Formula, Shimano, Magura, Schwalbe, SRAM, Rohloff, pinion, Gates Carbon Drive, ergotec… Manches ausführlicher, manches mit Schwerpunkt Technik, manches mit Schwerpunkt Produktschulung.

NuVinci habe ich mir am Montag gegönnt. Blöderweise hatte mein Fahrrad einen Platten, so dass ich mit dem Rad meiner Frau zum Laden gefahren bin und mir dort das S-Pedelec ausgeliehen habe, um noch einigermaßen rechtzeitig anzukommen. So gesehen war der Platten also nicht so ärgerlich… Nächste Woche darf Roman sich dann noch die ABUS-Welt erklären lassen und dann sind wir mit dieser Schulungssaison durch.

Glassplitter

Nebenbei geht dann auch die Praktikantensaison zu Ende. Wir hatten einen Praktikanten im Rahmen des Praxis-Lernens seiner Schule von September bis Januar an je einem Tag im Jahr, einen im Rahmen eines Schülerbetriebspraktikums in den zwei Wochen vor den Winterferien und einen im Rahmen eines Berufsorientierungspraktikums in dieser und der vergangenen Woche. Spätestens ab März bliebe neben dem Tagesgeschäft kaum Zeit, sich um Praktikanten zu kümmern (außer für 1-Tages-Praktika wie Aktion Tagwerk oder Berufsinformationstage).

Blöde Fragen

Es kommt mal vor, dass eine Kundin oder ein Kunde zu uns kommt und sagt:

„Ich hab da mal eine ganz blöde Frage…“

Ich warte dann immer ganz gespannt auf die blöde Frage. Und bislang kam auch noch keine einzige, denn was ich dann zu hören bekomme, sind in der Regel absolut nachvollziehbare Fragen, die sich der Laie stellt, keine Antwort findet, und sich dann auf den Weg zu uns macht, um einen Fachmann zu fragen. Dafür sind wir ja da. Und mancher Kunde hat sogar schon so weit gedacht, dass nur noch ein ganz bisschen Fachwissen zur Lösung seines Problems fehlt.

Beispielsweise kam letztens jemand zu mir, der größere Zahnräder an seinem Fahrräder montiert hatte, so dass die alte Kette zu kurz war. Nun wollte er von mir wissen, wie lang die neue Kette sein müsste. Er hatte sogar schon die Länge gemessen, die er bräuchte, indem er mit dem Maßband vom Kettenrad vorn nach hinten zum Ritzel, um das Ritzel herum, wieder nach vorn und um das Kettenrad herum – also exakt die Länge, die die Kette haben müsste – gemessen hat. Mit dem zum Radfahren nicht unbedingt benötigten Fachwissen, dass ein Kettenglied 1/2 Zoll lang ist, war es einfach, ihm eine Kette passend abgelängt zu verkaufen. Auf die angekündigte blöde Frage warte ich noch…

Spontan kann ich mich auch nur an eine einzige blöde Frage erinnern, die allerdings unangekündigt kam und auch schon mehr als zehn Jahre her ist: Es war noch während meiner Ausbildung, als ich einen Fahrradkorb verkauft hatte und wir uns schon geeinigt hatten, dass der Korb auch gleich angebaut wird:

„Gut, dann geh ich kurz noch nebenan einkaufen. Ist es in Ordnung, wenn ich das Fahrrad so lange hier stehen lasse?“

Irgendwas ist anders…

Als ich gestern am Laden angekommen bin, kam mir irgendetwas seltsam vor. Ich wusste nicht, was es war, aber irgendwas war anders. Später, als ich kurz zum Buchkontor gelaufen bin, war es wieder so: Irgendetwas stimmte nicht. Außerdem wunderte ich mich, dass irgendeine gelbe Stange am Straßenrand lag. Später, als ich wieder zurück war, hielt ohne ersichtlichen Grund ein Streifenwagen auf der gegenüberliegenden Straßenseite. Alles sehr seltsam. Erst als die beiden Uniformierten zielstrebig auf die Verkehrsinsel zusteuerten, fiel es mir auf:Verkehrsinsel ohne Schild und Baum, im Hintergrund andere Verkehrsinsel mit Schild und BaumIrgendwer hatte es doch tatsächlich geschafft, auf die Verkehrsinsel zu fahren, anstatt an ihr vorbei… Dabei stand da extra ein Schild, dass darauf hinwies, dass man doch rechts daran vorbeifahren möge. Nun ist das Schild, wie auch das Bäumchen und die Stangen, die um den Baum herum standen, am Boden zerstört. Ein paar kleine Kfz-Trümmer liegen da auch noch rum. Wie schafft man denn sowas?

nützlicher Winter

Zum Winter habe ich ja ein vielschichtiges Verhältnis. Schnee finde ich total toll. Mit dem Rad durch frisch gefallenen Schnee fahren… herrlich! Ich habe habe auch Spaß dabei, mit dem Rad über vereiste Wege zu fahren, aber irgendwann ist mir das auch zu kalt draußen. Und je mehr Winter, um so geringer mein Einkommen. Gut, dafür habe ich ja im Sommer vorgesorgt, aber ich mag es trotzdem nicht, wenn hier am Tag nur drei bis fünf Leute in den Laden kommen. Andererseits schaffe ich dann Dinge, die ich sonst nicht schaffen würde. Beispielsweise habe ich es erstmals geschafft, meine Ablage (auch bekannt als „der schiefe Turm von Teltow„) komplett wegzusortieren – erstmals in drei Jahren! Das ist doch auch mal ein Erfolg!leere AblageUnd auch sonst ist noch einiges zu tun, was sonst immer liegen bleibt. Aber dazu später mehr. Übrigens ist jetzt die beste Zeit, sein Fahrrad zur Jahresinspektion zu bringen. Für Vielfahrer ist die Zeit jetzt wegen der kurzen Vorlaufzeiten vorteilhaft. Schönwetterfahrer, die ihr Fahrrad nur bei Sonnenschein und Temperaturen über 15°C (oder so) benutzen, können es ja auch ein paar Tage bei uns stehen lassen… Wenn erst wieder so richtig Frühling ist, dann sind wir wieder bemüht, die Reparaturvorlaufzeit bei ungefähr einer Woche zu halten. Und aus eigener Erfahrung muss ich sagen, dass die Zeit bis dahin ganz schnell vergehen wird.

Druckerstatistik

Eher zufällig habe ich bei meinem Multifunktionsdrucker eine Funktion gefunden, die mir nicht nur sagt, wie viele Seiten er schon gedruckt hat (einschließlich Kopien), sondern auch, ob verschiedene Verschleißteile ihre Lebensdauer schon erreicht haben. In drei Jahren hat er also schon bei 6000 Seiten Toner auf Papier fixiert. Wenn der Jahresdurchschnitt so bleibt, stellt sich natürlich die Frage, ob sich der Verschleißteiltausch in 23 Jahren überhaupt noch lohnt. Also nur für den Fall, dass er dann noch gebraucht werden sollte, es außerdem noch die passenden Toner-Kartuschen geben sollte und er in dieser fernen Zukunft auch softwareseitig noch nutzbar sein wird.ausgedruckte Druckerstatistik

Und täglich grüßt…

… die Vodafone-Hotline. Da komme ich aus meinem Kurzurlaub, freue mich, dass Roman alles gut gemeistert und sogar ein Fahrrad verkauft hat, muss aber feststellen, dass das Telefon nicht funktioniert (DSL ist aber in Ordnung). Seit gestern schon…

Bevor ich die Hotline anrufe, prüfe ich natürlich erstmal, ob es an der eingesetzten Hardware liegt. Also habe ich meine Notfalltechnik (Vodafone Easybox und altes Analog-Telefon) aus dem Lager geholt, angeschlossen, Telefon-Status überprüft: „fehlgeschlagen“.

Notfalltechnik
Die kommunikationstechnische Rückfallebene: Easybox und Analog-Telefon.

Noch ist die Geschäftskundenhotline nicht unter einer Kurzwahlnummer in meinem Mobiltelefon gespeichert, aber es ging schneller, sie in der Anrufliste zu finden, als in den gespeicherten Kontakten. Und in der Geschäftskundenhotline bekam ich erstmals zu hören, mein Anschluss sei ein Privatkundenanschluss und ich solle nächtest Mal die Privatkundenhotline anrufen, zu der ich nun automatisch umgeleitet werden würde.

Die nette Frau am Telefon konnte mir leider nicht weiterhelfen: „Ich seh hier nur eine Mobilnummer…“ Ihre kurze Anleitung, wie ich denn in den richtigen Privatkundenbereich gelange, ignorierte ich, als ich die Geschäftskundenhotline wieder anrief und mich an der Umleitung in den Privatkundenbereich vorbeimogelte.

Der nette Mann in der Geschäftskundenhotline wurde stutzig, nachdem ich ihm meine Kundennummer genannt hatte: „Das ist ja seltsam. Als Kundenklasse steht hier Privatkunde, aber Sie haben einen Geschäftskundentarif… Ich seh gerade, dass Sie den Vertrag 2014 übernommen haben. Ich schau mal, wie es vorher war. Oh, auch Privatkunde mit Profi-Tarif. Das ist ja interessant…“ Spannend fand ich ja, dass ich bisher immer ohne Umwege die Geschäftskundenhotline erreichen konnte, und dass es nun plötzlich nicht mehr ging. Dafür hatte er leider auch keine Erklärung.

Jedenfalls hat er die Störung aufgenommen und meine Rufumleitung eingerichtet. Kurz darauf wurde die Verbindung offenbar einmal abgeschaltet: „Ihr Gerät synchronisiert sich neu…“ (SMS von Vodafone). Und schon kurz darauf funktionierte wieder alles. Nach draußen telefonieren funktionierte, Internet funktionierte weiterhin. Nach einem kurzen Test mit der von mir bevorzugten Hardware, der auch positiv verlief, bat ich Vodafone noch kurz, die Rufumleitung wieder aufzuheben.

Und so waren eine Stunde nachdem ich der Störung gewahr wurde, alle Probleme in dieser Hinsicht wieder behoben. Ich hoffe nur, dass das Besetzt-Zeichen gestern nicht all zu viele Kunden daran gehindert hat, uns zu kontaktieren.

kleine Bastelei

Seit letztem Jahr gibt es die Croozer-Kinderanhänger „Kid Plus“ mit Beleuchtung am Schiebebügel. Es gibt auch Nachrüstsätze für die „Kid“-Modelle und Schiebebügel mit Beleuchtung für ältere Modelle. Bei den aktuellen „Kid“ ist der Kabelsatz schon im Griffbügel enthalten, so dass „nur“ die Beleuchtungseinheiten angeschlossen und angeschraubt werden müssen. Bei Modellen bis Modelljahr 2015 (Kid oder Kid Plus) wird der ganze Schiebebügel getauscht. Da ich es nicht einsehe, einen funktionierenden, unbeschädigten Schiebebügel zu entsorgen, habe ich an dem Kinderanhänger, mit dem mein jüngstes Kind manchmal mitfährt, ein bisschen gebastelt und den Nachrüstsatz montiert. Vielleicht hätte ich den Bügel in den Schraubstock einspannen sollen. Dann wäre es auch wirklich gerade geworden.

Der Blaustich kommt übrigens von der Schaufensterbeleuchtung.

Ein bisschen Winterferien

Dieses Jahr teilen wir die Winterferien urlaubstechnisch unter uns auf. Das bedeutet für die Öffnungszeiten, dass sie ein wenig beschränkt werden. Allerdings auch nur an zwei Tagen:

Am
Montag, den 30.01.2017,und
Dienstag, den 31.01.2017,
ist der Fahrradladen dann
nur bis 16:00 Uhr geöffnet!

Ab dem 01.02.2017 geht dann alles wieder zu den normalen Öffnungszeiten weiter.

Heldenhaft

Am Freitag fuhr ich abends auf der Nordseite des Teltowkanals entlang, der festgefahrene, angetaute und wieder eingefrorene Schnee (auch Eis genannt) war durch tauwetterbedingtes Wasser noch rutschiger als sowieso schon, ein Paar Fußgänger blieben ein einigen Metern Entfernung stehen und beobachteten, wie ich mich ziemlich unbeeindruckt meinem Ziel näherte. „Hey, super!“, rief der Mann mir zu, die Frau rief: „Heldenhaft!“

Was auch immer die beiden meinten. Ich entgegnete nur, dass ich Spikes habe, damit ginge es ganz gut vorwärts. Zu Fuß waren die beiden nicht so sicher unterwegs wie ich, vermute ich. Ansonsten finde ich es ganz normal (und nicht heldenhaft), bei jedem Wetter mit dem Rad zu fahren. Bei Kälte kann man sich ja ein bisschen mehr anziehen, bei Nässe auch (außerdem helfen regendichte Schuhe), gegen Glätte sind Spike-Reifen ganz sinnvoll. Ich sehe kein Problem. Und gerade im Winter trifft man nette Leute, die einen heldenhaft finden. Oder man trifft andere Gestalten, die ganz sprachlos sind:Schneemann auf einer Bank

Außerdem finde ich es immer toll, wenn es im Winter schneit. Leider fährt es sich über festgetrampelten Schnee nicht so gut, weil er so ungleichmäßig uneben ist. Am Teltowkanal auf teltower Seite wurde der festgetrampelte Schnee sogar mit dem Schneeräumschild geglättet – unter Berücksichtigung der Bedürfnisse schlittenfahrender Menschen. Als dann vereister Schneematsch über blieb, wurde der mit der Bürste und ein wenig Streugut behandelt. Hat nicht so viel gebracht, denke ich, aber mit Spikes war es so oder so kein Problem.Geräumter Weg und nicht geräumter Rodelhügel

Nun ist das Eis in den letzten Tagen weniger geworden, von Schnee ist noch weniger zu sehen. Mal sehen, ob das schon der ganze Schnee für diesen Winter war. Wenn dem so ist, dann freu ich mich schon mal auf den Frühling, wenn die Welt wieder grün wird. Und auf den Sommer, wenn es wieder warm wird. Und auf den Herbst, der die Bäume wieder bunt werden lässt. Und auf den nächsten Winter, in dem es vielleicht wieder ein bisschen schneit…