Sehr nützlich

unansehnliche Korbsammlung

Monatelang standen zwei Stapel „Really Useful Boxes“ in meinem Laden in einer Ecke herum und warteten darauf, dass ich mich irgendwann mal ihrer annehme. Nun war es endlich so weit und ich habe die unansehnlichen roten und rosanen Körbe auf der Teilewand ersetzt. Sieht besser aus, außerdem kann man von außen sehen, was drin ist. Zusätzlich habe ich die neuen sehr nützlichen Kisten beschriftet, so dass nicht nur ich weiß, was sich darin befindet.sehr nützliche KistenEs ist Absicht, dass sich hohe und niedrige Kisten abwechseln: Sie sind unten etwas schmaler als oben. Wenn alle Kisten gleich groß wären, würde die ganz linke Kiste überstehen. So, wie sie jetzt stehen, passt alles oben auf das Regal – und es ist sogar noch etwas Platz zwischen den Kisten.

Roman hat schon nach dem Ritter gefragt, der hinter den Zinnen seiner Burg auftauchen könnte.

Privatpfusch

Papa, mein Bruder hat meinen Stuhl kaputt gemacht, kannst du den wieder reparieren?

Also habe ich den über zehn Jahre alten IKEA-Stuhl meiner zweitjüngsten Tochter, den sie von ihrer ältesten Schwester „geerbt“ hat, einmal komplett zerlegt, gebrochene Dübel ersetzt, noch ein bisschen Leim verwendet und letztlich das Kind wieder glücklich gemacht.

Holzbe- oder -verarbeitung zählt aber nicht zu meinem Gewerbe, das mache ich zwar wie meine Arbeit aus Spaß an der Freude, aber nur für mich selbst, und dann nur in geringem Umfang. Ich habe beispielsweise noch ein paar Ideen, für die meine handwerklichen Fähigkeiten in diesem Bereich nicht ausreichen. Aber dafür gibt es ja dann Fachleute.

Ein bisschen Winter

Spike-Reifen mit einem neuen Spike
Ein neuer Spike lässt den Reifen wieder glänzen.

Am Mittwoch bin ich im Schneegestöber nach Hause gerutscht. Zumindest auf einem Teil meines Weges. Wegen der über Nacht eingetroffenen Glätte habe ich mich am Donnerstag dann doch dazu durchgerungen, meine Spikereifen aufzuziehen. Ich muss schon sagen, es überrascht mich an den wenigen Tagen im Jahr, an denen glattgefrorene Wege zu finden sind, immer wieder, wie gut diese kleinen Stahlstifte funktionieren. An ihre Grenzen geraten die Reifen an den eingefrorenen Spurrillen, die ich am Mittwoch hinterlassen habe, fangen sich aber sofort wieder.

Bei genauerer Betrachtung der beiden Reifen (Schwalbe Marathon Winter) habe ich feststellen müssen, dass jeder im letzten Winter einen Spike verloren hat. Glücklicherweise haben wir ja nicht nur die Reifen, sondern auch einzelne Spikes und das Werkzeug, diese zu montieren. Folgerichtig sind meine Reifen jetzt auch wieder vollständig. Mal sehen, ob sie es auch noch sind, wenn ich sie am Ende des Winters wieder ins Lager lege. Oder im Frühjahr. Oder im Sommer. Vielleicht auch erst im Herbst. Wenn ich es schaffe.

Einen großen Vorteil der eisigen Temperaturen der letzten Tage habe ich auch noch gefunden: Der regendurchweichte Haufen, den irgendein Hund zwischen meinem letzten Arbeitstag des letzten Jahres und dem ersten Arbeitstag diesen Jahres vor meinem Laden hinterlassen hat, war aufgrund der kältebedingten Aggregatzustandsänderung einfach einzusammeln und im öffentlichen Mülleimer, der keine zehn Meter entfernt steht, zu entsorgen. Das hätte eigentlich der Hundebesitzer machen sollen, aber von dem fehlte leider jede Spur…Eingefrorener Hundehaufen

Alles wird gut

Heute war der Techniker da. Überraschenderweise schon um 13:15 Uhr, „obwohl“ er zwischen 13 und 17 Uhr kommen sollte. Ergebnis: Ursache war in der Tat nur ein Kabel, das nicht mehr so befestigt war, wie es sein sollte. Jetzt funktioniert wieder alles, also DSL und ISDN. Wunderbar. Ich war auch absolut davon überzeugt, dass es irgendwann dieses Jahr klappen sollte. Dann kann ich demnächst ja mal meine Fritzbox in Betrieb nehmen.

Easybox mit allen richtig leuchtenden Status-Symbolen
So muss das leuchten!

Umsonst gewartet

Gestern war kein Techniker da, um zwischen 13 und 17 Uhr dafür zu sorgen, dass das Telefon wieder geht. An Vodafone wurde von der Telekom übermittelt, dass der Techniker kurz nach 15 Uhr folgendes mitgeteilt hat: „Kunden nicht angetroffen. Benachrichtigungskarte hinterlassen.“ Schon seltsam. Ich war von 9:00 bis fast 20 Uhr die ganze Zeit vor Ort. Und eine Benachrichtigung war auch nicht im Briefkasten. Da war nur ein Brief von der GEMA, die so tut, als hätte sie meinen Brief nicht bekommen, und schon mal andeutet, sie könnte Schadenersatz fordern. Dann gibt es die Antwort diesmal halt per Einschreiben statt im beiliegenden Antwortumschlag….

Um nochmal auf den Telekom-Techniker zurückzukommen: Vielleicht hat er ja auch, weil er Herrn Ullmann, und nicht den Fahrradladen aufsuchen sollte, erfolglos nach dem Klingelschild „Ullmann“ gesucht. Aber spätestens an dem Punkt, an dem er die Benachrichtigung in den Briefkasten „Ullmann“ hätte stecken wollen, wäre ihm bestimmt die Aufschrift „Fahrradladen“, die da in Verbindung mit meinem Namen steht, aufgefallen. Vielleicht steckt die Benachrichtigung auch in einem anderen Briefkasten. Ich werde nächstes Jahr mal meine Nachbarn fragen. Ich gehe aber davon aus, dass kein Techniker da war. Gesehen habe ich jedenfalls keinen, und ich habe schon recht nervös auf jede Bewegung reagiert, die ich vor meinem Schaufenster wahrgenommen habe.

Nun ja, möglicherweise kommt am 02.01.2017 zwischen 12:00 und 16:00 Uhr jemand. Vodafone hat es zumindest so beauftragt. Das ist ja noch ein bisschen hin, ist ja erst nächstes Jahr. Die Rufumleitung auf mein Handy habe ich aber für den Rest des Jahres aufheben lassen, nur für den Fall, dass in den nächsten Tagen jemand versucht, im Laden anzurufen. Der wäre dann irritiert, weil nur ein Besetzt-Zeichen kommt… Es ist aber bis zum 02.01.2017 niemand im Laden, der telefonieren könnte, es ist nur eine Störung, die erst irgendwann nächstes Jahr behoben wird. Vielleicht.

„Gibt es nicht“ gibt es nicht

Letztens war ich im Computerladen und habe nach einer 2GB-SD-Karte gefragt. Antwort: „Die gibt es nicht mehr.“ War offensichtlich falsch, die gibt es beispielsweise bei meinem Lieblings-Elektronikversandhandel:

SD-Karte 2GB

Nun war eine Kundin hier und fragte nach einem Schmutzlappen (manche sagen auch Spoiler, Schmutzfänger, Spritzschutz, Spritzlappen oder Spritzschutzlappen), den man am Schutzblech (alternative Bezeichnung: Radschützer) befestigt. Die bei real,- hätten gesagt, es hätten schon öfter Leute danach gefragt, aber die Schmutzlappen gibt es nicht mehr.

Die

Schmutzfänger mit Klemmlaschen

gibt

Altmodischer Schmutzfänger

es

Schmutzfänger mit Fransen

also

Schmutzfänger zum Einhängen an Schutzblechstreben

nicht

Formschönere Schmutzfänger von SKS

mehr?

Moderne Schmutzfänger aus Berljn

Glücklicherweise hat sie ja die Fachleute im Fahrradladen aufgesucht, wo ich ihr nicht nur irgendeinen Schmutzlappen geben konnte, sondern den optimal an ihr Fahrrad passenden herausgesucht und montiert habe. Jetzt kann sie zu real komma minus (nicht gerade das, was ich unter einem Fahrradladen verstehe) fahren und den Leuten da erzählen, dass sie die Kunden ruhig zu mir schicken können, wenn sie nach Schmutzlappen fragen.

Geh ma weg…

Vor ein paar Wochen kam, während ich mich mit der Geschäftsführerin eines meiner Großhändler unterhielt, ein Mann mit Klemmbrett in der Hand in den Laden. Er fragte mich, ob ich Herr Ullmann sei und ob ich Radio hören würde. „Das müssen Sie anmelden. Ich lass Ihnen die Unterlagen zukommen.“ Und schon war er wieder weg. Seine Visitenkarte hat er noch da gelassen: GEMA-Kundenberater.

Ein paar Tage später kam von der GEMA ein Brief: „Wie kürzlich mit Ihrem Kundenberater besprochen (…) senden wir Ihnen … Ihr persönliches Vertragsangebot (zu).“ Interessant. Mit dem „Kundenberater“ habe ich gar nichts besprochen, beraten hat er mich auch nicht. Wir hätten darüber diskutieren können, ob Musik, mit der wir die Werkstatt beschallen, als öffentlich aufgeführt gilt, und damit eine GEMA-Lizenz nötig sein könnte. Man hätte sich auch darüber unterhalten können, für welche Fläche die Lizenz nötig wäre, wenn man die Musik nicht im ganzen Laden hören kann. Interessant fände ich auch, wer eigentlich das Geld bekommt, das die GEMA einsammelt, also nach welchen Kriterien es verteilt wird. Leider hatte der gute Mann offenbar keine Zeit und war schon wieder weg, bevor wir auch nur eine der Fragen hätten klären können.

Letzlich habe ich der GEMA in meiner Antwort mitgeteilt, dass sie mir für die Musik, die in meiner Werkstatt im Hintergrund rumdudelt, gar keine Lizenz erteilen kann, weil sie gar keine Rechte an der Musik hat, die von Jamendo bereitgestellt wird.

Geh ma zu Jamendo

Übrigens würde die GEMA nicht nur ihre eigenen Gebühren einsammeln, sondern auch noch ein bisschen was für die VG Media, GVL und VG Wort für die Wiedergabe von Dudelfunk Rundfunksendungen. Nehmen die sich nicht alle ein bisschen zu wichtig, für so ein bisschen Gedudel im Hintergrund, wo sowieso niemand richtig hinhört? Ich wäre ja davon ausgegangen, dass die GEZ schon das Geld für den (zumindest öffentlich-rechtlichen) Rundfunk einsammelt. Aber dass man dann für die öffentliche Wiedergabe einer öffentlich ausgestrahlten Rundfunksendung nochmal zahlen darf, ist für mich nicht ganz plausibel.

Lustig fänd ich ja, wenn der GEMA-Kundenberater mit seinem Klemmbrett auf der Straße den Leuten hinterher laufen würde, die öffentlich laut Musik hören aufführen, sei es mit dem Smartphon(e) oder so laut im Auto, dass man alles auch außerhalb klar und deutlich verstehen kann. Wäre jedenfalls mal konsequent.

Schade…

keine Telefonverbindung

…am Samstag war kein Techniker da. Und spätestens an dem Punkt bin ich nicht mehr gelassen, sondern ziemlich sauer. Vodafone konnte mir nur sagen, dass von der Telekom, der der Anschluss gehört, keine Nachricht kam. Sie könnten auch nur einen neuen Termin vereinbaren und hätten keine Möglichkeiten, der Telekom auf die Füße zu treten, das irgendwie zu priorisieren oder wenigstens darauf zu bestehen, dass der Kunde (also ich) vom Techniker informiert wird, wenn irgendwas dazwischen kommen sollte. Achso, und der Termin am Samstag sei gar nicht von der Telekom bestätigt worden und hätte auch gar nicht vereinbart werden können. Das kann doch alles gar nicht wahr sein…

Wenn ich einen Kundenauftrag habe, und den Termin beim ersten Mal nicht halten kann (kann ja mal passieren), dann setze ich doch alles in Bewegung, dass es beim zweiten Anlauf klappt. So mach ich das zumindest. Nun ja. Nächster (dritter) Termin: Donnerstag, 22.12.2016, ab 13:00 Uhr. Es gibt also ein gewisses Restrisiko, dass der Anschluss noch in diesem Jahr wieder funktionieren könnte.

Wenn ich jetzt noch irgenwie etwas Postives finden will:

  • Ich weiß jetzt, dass ich  – entgegen meiner Annahme – einen Privatkundenanschluss, keinen Geschäftskundenanschluss habe. Das könnte ich also ändern lassen.
  • Ich soll 20 Euro Gutschrift auf die nächste Rechnung bekommen.
  • Dadurch, dass ich Samstag früher hier war, habe ich noch eine Reparatur fertig machen können, die ich Freitag nicht geschafft habe.

Ansonsten, Vodafone, kann ich meinem Fahrradcomputer nur zustimmen:

Computer zeigt an: schwach
ganz schwache Leistung

Vielleicht kann ich mir ja mal in einer ruhigen Minute Gedanken machen, ob ich eine Alternative zu Vodafone finde, ohne zur Telekom wechseln zu müssen. Jetzt kümmere ich mich erstmal um die ganzen Fahrräder, die dieses Jahr noch repariert werden wollen. Das macht mir mehr Freude.

Die Sache mit den Samstagen

Eine kleine Besonderheit meines Fahrradladens ist, dass der Laden jeden Monat an einem Samstag geschlossen bleibt. Als ich den Fahrradladen (neu-)eröffnet hatte, ergab es sich zufällig jeden Monat, dass ich aufgrund privater Termine an einem Samstag nicht arbeiten konnte. Also habe ich beschlossen, dass ich generell jeden Monat an einem Samstag die Ladentür geschlossen lasse, das dann auch noch unregelmäßig, aber in jedem Fall auf dem Öffnungszeitenschild an der Ladentür und auf der Internetseite rechtzeitig bekannt gebe. Das ist halt einer der vielen Kompromisse, die ich an den Schnittstellen von Privat- und Arbeitsleben machen muss, und eine der Freiheiten, die ich mir als selbstständiger Unternehmer leiste.

Vor ein paar Tagen haben wir zu Hause nur mal kurz zwischendurch überlegt, was nächstes Jahr so ansteht… und schon stehen 6 Samstage fest, an denen ich nicht arbeiten werde. Konfirmation, Einschulung, Jubiläen, Geburtstage… Da kommt schon was zusammen. Von daher bleibt diese Regelung, die mir eine gewisse Flexibilität erlaubt, auch in Zukunft bestehen.

ISD Nichts…

Schade. Ich bin gestern extra früher aufgestanden, von 8:00 bis 18:00 Uhr war immer jemand im Laden, aber der Techniker (von der Telekom oder einem von der Telekom beauftragten Unternehmen) ist nicht aufgetaucht. Und dabei hat mein Haustechniker (in diesem Fall ich) extra eine original Telekom-Telefondose an die Wand geschraubt (statt des vorher verwendeten Provisoriums, das einfach auf ein an die Wand gelehntes Brett geschraubt war) und das Kabel einmal ordentlich in Kabelkanälen an der Wand verlegt (das vorher einfach hinter der Werkbank lag und unterm Schreibtisch zusammengerollt war).

T-Dose mit Zubehör
Oben die Original-T-Dose. Die Easybox leider immer noch ohne Festnetz-Anschluss. Das Kabelwirrwarr unten verschwindet, wenn alles wieder funktioniert.

Es konnte mir auch bisher noch niemand sagen, warum der Techniker nicht da war. Und diesmal kann ich auch keinen positiven Nebeneffekt finden. Gut, ich hab ein bisschen Papier wegsortieren können, aber das war es dann auch schon.

Neuer Termin: Samstag.

Und gerade jetzt hat mich jemand gefragt, ob ich ihm ein Angebot per Fax schicken kann… Schick ich’s halt per Post. Geht in diesem Fall schneller.