Läuft rund

Diese Woche: Einspeichwoche.

ein Hinterrad in Einzelteilen
ein Hinterrad in Einzelteilen

Diese Woche haben bw. hatten wir sechs Räder neu einzuspeichen: durch Unfall verbogene Felgen, wegen Verschleiß kollabierte Felgen, vom Fahrradhersteller vor einigen Jahren falsch eingespeichtes Hinterrad, ein Umbau auf Nabendynamo… Interessant, dass manchmal bestimmte Reparaturen gehäuft auftreteten. Und Einspeichen ist zufällig auch noch meine Lieblings-Reparatur. Ich find’s entspannend (die Speichen finden das nicht, die werden ja dabei gespannt). Meditatives Einspeichen, sozusagen. Manche Menschen machen Yoga, andere speichen Räder ein…

Kleiner Umgestaltungsplan

grobe Skizze mit zwei Arbeitsplätzen und Schreibtisch
grobe Skizze mit zwei Arbeitsplätzen und Schreibtisch

Wenn ich mal ein Stündchen oder so im Laden einfach nur rumsitzen sollte, dann sieht es vielleicht so aus, als würde ich nichts tun. In Wirklichkeit aber ist es dann wahrscheinlich so, dass ich im Kopf den halben Laden umbaue. Seit einem Jahr und 13 Tagen arbeiten wir ja nun schon zu zweit in meinem Laden, benötigen also auch zwei Werkstattarbeitsplätze, die durchaus vorhanden sind. Am Arbeitsplatz an der Wand mit Werkbank und allem, was man so braucht, lässt es sich auch gut arbeiten, aber auf der anderen, der Kasse zugewandten Seite, steht man irgendwie immer im Weg, zumal da ja auch noch ein paar Schubladen sind, an die man immer wieder mal ran muss. Ein Zustand, der mich schon ungefähr ein Jahr stört, aber bislang ging es immer irgendwie. Eigentlich war dieser Platz ja als „Notfall-Arbeitsplatz“ gedacht, für den Fall, dass neben der aktuell zu bearbeitenden Reparatur noch irgendwas „mal eben zwischendurch“ gemacht werden muss.

Ich habe schon öfter darüber nachgedacht, wie man das verbessern kann. Kleiner Umgestaltungsplan weiterlesen

Blockade aufgehoben

Ich hatte ja letztens von einer kleinen Baustellenschild-Radwegblockade berichtet. Zwischenzeitlich war sogar ein zweites Schild hinzugekommen, das so platziert wurde, dass man gar nicht erst gefahrlos auf den Radweg kam. Auf den entsprechenden Hinweis des ADFC Teltow zeigte sich der Landesbetrieb Straßenwesen (als Baulastträger der Sanierung der Ruhlsdorfer Straße) kooperativ und ließ die Schilder ein wenig an die Seite stellen, so dass Radfahrer und Fußgänger die ihnen zugedachten Wege wieder gefahrlos passieren können.

wieder nutzbarer benutzungspflichtiger Radweg
wieder nutzbarer benutzungspflichtiger Radweg

Spam-Mail mal anders

In der Regel bekommt man ja Spam-Mails, die absolut unnütz sind. Selbst wenn sie per Post kommen, bringt es nichts, wenn sie beidseitig bedruckt sind, weil sie dann ja nicht mal als Schmierzettel taugen. Vor kurzem hat mich ein Spam-Brief von einem Unternehmen, das Werbekugelschreiber verkauft, erreicht. Inhalt (neben Papiermüll):

Kugelschreiber für Fahrradhandel Holm Roloff
Kugelschreiber für Fahrradhandel Holm Roloff

Ist ja nett, dass sie mir einen Kugelschreiber von Holm Roloffs Fahrradhandel in Teltow schicken. Kleiner Schönheitsfehler: Den Fahrradhandel von Holm Roloff gibt es in Teltow gar nicht. Aber immerhin schreibt das Ding und darf in diesem Sinne jetzt für uns arbeiten. Und ein Unternehmen, das nicht in der Lage ist, von selbst herauszufinden, ob der Laden, an den es Werbung schickt, überhaupt existiert, werde ich nicht beauftragen, Werbekugelschreiber für mich zu produzieren. Die arbeiten nicht sorgfältig genug. Mal abgesehen davon, dass ich sowieso gerade keine Kugelschreiber haben möchte.

Fahrradklima-Test 2016

Nach zuletzt 2014 gibt es seit dem 1. September in diesem Jahr wieder den Fahrradklima-Test des ADFC. Bis zum 30. November gibt es wieder Gelegenheit, die Radverkehrssituation im Wohnort (oder Arbeitsort oder anderen Orten, an denen man das beurteilen kann) zu beurteilen:

http://www.fahrradklima-test.de/

Ich finde ja, dass sich auf meinen häufig befahrenen Strecken kaum etwas geändert hat. Von daher kann man natürlich darüber diskutieren, ob ein Fahrradklima-Test alle zwei Jahren sinnvoll ist, zumal v.a. bauliche Verbesserungen oft mehr Zeit brauchen. Viele Veränderungen sind ja auch vom Willen oder Arbeitstempo (oder beides) von Behörden abhängig, deren Mühlen nicht immer so schnell mahlen. Aber das muss ja nicht unbedingt so sein, vielleicht gibt es ja auch einge in letzter Zeit schnell umgesetzte Maßnahmen, die Radfahren angenehmer bzw. sicherer gemacht haben könnten. Von daher kann man ja schon mal nach zwei Jahren sagen: „Hey, toll, dass sich was geändert hat!“ oder „Leute, es ist alles immer noch alles genau so gut/schlecht…“ Also ließe sich damit vielleicht ein bisschen Lob verteilen – oder vielleicht auch etwas Druck aufbauen. Darum geht ein zweijähriger Rhythmus schon in Ordnung, finde ich.

Teltow war übrigens 2014 erstmals in den Ergebnislisten mit 70 Umfrageteilnehmern (von über 20.000 Einwohnern). Ich bin gespannt, was dieses Jahr herauskommt.

Kleiner Urlaubsrückblick

Radfahren auf der Fahrbahn erlaubt!
kleines Hinweisschild für Autofahrer?

Nun bin ich schon eine Woche wieder aus dem Urlaub zurück und habe es noch nicht geschafft, dies hier zu verkünden. Wer hier regelmäßig mitliest, weiß, dass das nur bedeuten kann, dass wir eine Menge zu tun haben. Und genau so ist es. Gleich der Montag war wieder so ein Hammer-Tag, mit Arbeit im Überfluss, zumindest auf den einen Tag gesehen. Glücklicherweise muss ja nicht jeder gleich alles sofort haben, so dass sich das dann auf die Woche verteilt, aber ein paar „Nachtschichten“ habe ich die Woche doch wieder drangehängt, um mein ehrgeiziges Ziel von maximal einer Woche Wartezeit bei Reparaturen wieder zu erreichen. Das hat schon mal geklappt und ich hab auch wieder jede Menge Spaß bei und an der Arbeit gehabt.

Der Urlaub war sehr angenehm. Die Reise mit der Bahn war entspannt (was meiner allgemeinen Bahnreiseerfahrung entspricht), die Urlaubstage selbst waren auch ziemlich entspannt. Es tut auch mal ganz gut, zwei Wochen lang den Fahrradladen auszublenden und (bis auf wenige Ausnahmen) nur auf die Termine achten zu müssen, die das jüngste Kind mit seinen „Fütterungszeiten“ vorgibt. Sie war von den Kindern wohl auch die, die am meisten Papa-Zeit abbekommen hat. Die mittleren Kinder waren mehr darauf fixiert, so viel wie möglich im Garten zu spielen. Den Luxus, aus der Tür in den Garten zu fallen, haben wir leider zur Zeit nicht. Aber vielleicht ergibt sich ja noch was. Man weiß ja nie…

Das Wetter war etwas kühler als gedacht. Aber immerhin hat es fast immer nur dann geregnet, wenn es uns nicht gestört hat. Von daher…

Natürlich bin ich ein bisschen mit dem Rad unterwegs gewesen. In der ersten Woche habe ich mir vom Navi (ich hab Navigationsgeräte getestet) einen ca. 100 Kilometer langen Rundkurs vorschlagen lassen. An einer Stelle habe ich eine Abkürzung genommen, an einer anderen Stelle hab ich noch einen Abstecher zu dem Laden, in dem ich gelernt habe, gemacht, so dass am Ende 108 Kilometer auf dem Tacho standen. In der zweiten Woche hatte ich auch vor, eine 100-Kilometer-Tour zu machen. Es wurden dann 137, weil ich noch einem größeren Regenschauer ausgewichen bin. Ich hätte auch noch weiter fahren können, aber ich hatte eine Zeitvorgabe, die ich durch meinen Umweg gerade so noch einhalten konnte, und mein Proviant (verschiedene Müsli- und Fruchtriegel und Wasser mit Apfelsaft im Trinkrucksack + Reserve in der Trinkflasche) war nur für 100 bis 150 Kilometer ausgelegt.

Das oben abgebildete Schild war das (wie ich finde) merkwürdigste, das ich unterwegs gefunden habe. Hintergrund ist vermutlich, dass dort jahre- bzw. wahrscheinlich jahrzehntelang Radwegbenutzungspflicht angeordnet war (die bekannten blauen Schildchen mit Fahrrad-Piktogramm) und nun die Verkehrsteilnehmer auf die geänderte Situation hingewisen werden sollen. §2 StVO: „Fahrzeuge müssen die Fahrbahnen benutzen…“ Braucht man dafür wirklich noch extra ein Schild?

Ein anderes Schild, was mir unterwegs untergekommen ist, das auch ein gewisses Paradoxon beinhaltet: „Privatstraße des Bundes“. Ich habe zu lange darüber sinniert, wie privat Bundeseigentum sein kann, so dass ich keine Gelegenheit mehr zum Fotografieren hatte. Stutzen musste ich noch bei folgendem Schild, bei dem derjenige, der es aufgehängt hat, ganz offensichtlich das Zusatzschild verwechselt hat. Und wer noch mehr Fotos (mit Kommentaren) anschauen möchte, kann mit dem Link darunter den ganzen Beitrag sehen…

Radweg für Radfahrer freigegeben
vorher und nachher war es das Zusatzschild „Mofa frei“ – wobei ich das bei einem linksseitigen Weg innerorts sehr grenzwertig finde

Kleiner Urlaubsrückblick weiterlesen

Abwesenheitsnotiz

reisefertig verpacktes Fahrrad
reisefertig verpacktes Fahrrad

Am Donnerstag hat ein gut gelaunter Hermes-Paketbote das Fahrrad abgeholt, dem ich heute in den Urlaub folge. Etwas erstaunt war er, als ich ihm sagte, dass er es in zwei Wochen wieder zurück bringen darf. Er hatte damit gerechnet, dass es verkauft wäre. Und: „Ich hätte jetzt gedacht, dass man im Urlaub nichts mehr von Fahrrädern wissen will, wenn man sonst den ganzen Tag damit zu tun hat.“ Nun ja, ich komme ja kaum zum Fahren, abgesehen von ca. 8.000 Alltags-Kilometern. Im Urlaub kann ich mir ja mal vielleicht zwei längere Touren gönnen.

Heute fahren wir meinem Fahrrad hinterher in den Urlaub, sozusagen mit Kind und Kegel. Roman passt die nächsten zwei Wochen auf den Laden auf und öffnet die Tür dann immer:

Montag bis Freitag: 9:00 bis 12:00 Uhr und 13:30 bis 15:00 Uhr
Samstag geschlossen

Ab 15.08.2016 gelten wieder die normalen Öffnungszeiten.

kleine Umgestaltung zwischendurch

Hab ich ganz vergessen zu erwähnen: Ich habe, um die Ortlieb-Taschen unterbringen zu können, ein bisschen umgeräumt. Eigentlich sollten sie dort stehen, wo ich letztlich die Anhänger (Croozer, hinterher und meinen eigenen Bob Yak) untergebracht habe. Nun stehen bzw. hängen die Taschen bei den hochwertigeren Fahrrädern. Ich denke, dort sind sie ganz gut aufgehoben. Erstmal.

ein paar bunte Ortlieb-Taschen
ein paar bunte Ortlieb-Taschen
Blick auf Ortlieb-Taschen und Anhänger-Ecke
Blick auf Ortlieb-Taschen und Anhänger-Ecke

Die improvisierte Sonderposten-Ecke der diesjährigen Saisoneröffnung ist dann mal dorthin gewandert, wo sie eigentlich hin sollte, wo ich aber spontan ein paar reduzierte Restposten-Fahrräder hingestellt hatte. Damit ist jetzt der Durchgang von vorn nach hinten bzw. von hinten nach vorn endlich mal frei. Geht ja nicht, dass wir einen Raum haben, in den man kaum reinkommt… Eigentlich war da auch mal eine Tür. Die wird jetzt aber die nächsten Jahrzehnte im Lager verbringen. Wer aufmerksam durch den Laden geht, wird noch den Türstopper finden, den ich vergessen habe, abzuschrauben.

neben der Regenbekleidung stehen jetzt einmal um die Ecke gewanderte Restposten
neben der Regenbekleidung stehen jetzt einmal um die Ecke gewanderte Restposten

Das Regenklamottenregal habe ich auch mal ein bisschen an die Saison angepasst. Gut, das Frühjahr war etwas verregnet, aber die Nachfrage nach Trinkflaschen und passenden Haltern ist dennoch größer als die nach Regenjacken, – hosen oder -capes. Hier nochmal ein Blick darauf:

Trinkflaschenregal oben, stauraumoptimierte Regenbekleidung unten
Trinkflaschenregal oben, stauraumoptimierte Regenbekleidung unten

Und dann habe ich mir noch einen zweiten Prospekt-/Katalogständer bestellt. Am Durchgang zur Werkstatt steht ja schon einer, der verschiedene Zeitschriften und Flyer zum Mitnehmen bereithält. Da ich das Bereithalten von Zubehör für die Croozer-Kinderanhänger im Karton in der Werkstatt etwas suboptimal fand, hatte ich mir schon Gedanken gemacht, wie ich es einigermaßen ansprechend in der Anhängerecke unterbringen könnte. Ich hatte aufwändigere Ideen, aber ich bin so oft gegen diesen Zeitschriftenständer gelaufen, dass er sich mir förmlich aufgedrängt hat. Den habe ich dann natürlich ohne Ablagen bestellt – und prompt eine Nachfrage einer aufmerksamen Verkäuferin bekommen, ob ich denn keine Ablagen benötige. Für den Zweck nicht, aber abgesehen davon habe ich noch ein paar im Lager, weil mir auch schon ein paar kaputt gegangen sind.

Zubehör und Kinderanhänger von Croozer
Zubehör und Kinderanhänger von Croozer

Mittlerweile habe ich die selbst aus Speichen gebogenen Haken für das Zubehör durch kleinere S-förmige Haken ersetzt, die etwas besser aussehen. Und ein wenig mehr Zubehör ist es auch geworden. Was ich übrigens für unverzichtbar halte, ist der Sonnenschutz für die Kinderanhänger. Dadurch, dass das vordere Fenster ja quasi ein Dachfenster ist, scheint da bei sonnigem Wetter ziemlich penetrant die Sonne rein. Ich habe auch schon ein Tuch als Sonnenschutz ausprobiert, das bekommt man aber nicht unbedingt rutschfrei fest. Den Regenüberzug finde ich auch nützlich. Konnte ich auch schon ausprobieren.

Eigentlich würde ich ja gern noch mehr umräumen. Aber glücklicherweise fehlt mir momentan einfach die Zeit dazu…