Rück- und Ausblick

Erstmal vielen Dank für all die guten Wünsche zu Weihnachten und zum Jahreswechsel! Auch ich wünsche allen ein schönes neues Jahr!

Seit Montag sind wir wieder im Laden, nachdem ich am 23.12.2015 die Tür für den Rest des Jahres abgeschlossen hatte. Und in der Zwischenzeit habe ich tatsächlich mal nichts gemacht, was irgendwie mit dem Laden zu tun hat. Mit Weihnachten und Kindern hat man ja auch genug zu tun. Zwischendurch habe ich mir den empfehlenswerten Adventskalender von Digitalcourage e.V. zu Gemüte geführt, auch wenn der Advent da schon vorbei war. Außerdem habe ich mein Smartphone aus den Fängen von Google befreit. Hatte ich schon länger vor, aber bislang nicht die Zeit dazu gefunden. Da ich ein Mobiltelefon habe, das nicht so weit verbreitet ist, habe ich mir damit auch zwei Nächte um die Ohren geschlagen. Hier noch ein Link zu einer besonders hilfreichen Internetseite.

Zurückgeblickt auf das vergangene Jahr gab es wieder ein paar spannende Ereignisse für meinen Fahrradladen. Einmal war noch mehr los als 2014 und dazu dann auch wesentlich mehr, als ich in einem der ersten fünf Jahre erwartet hatte. Das sehe ich einfach mal als Bestätigung dafür, dass ich ganz ordentliche Arbeit abliefere.

Im Sommer habe ich mich auf ein Experiment eingelassen und einem jungen Mann aus Eritrea vier Wochen Gelegenheit zur Hospitation hier im Laden gegeben. Den Sommer hatten wir gewählt, weil die Zeit im Laden dann nicht mit den Deutschkursen kollidieren würde, allerdings hatte ich saisonbedingt nur sehr wenig Zeit, mich um ihn zu kümmern, wodurch er viel zuschauen, aber wenig selbst ausprobieren konnte. Dennoch war es eine spannende Zeit, auch wenn der Zeitpunkt etwas ungünstig war.

Seit September habe ich auch meinen ersten Angestellten. Das hätte ich auch in den ersten Jahren nicht für möglich gehalten. Aber da ich im Frühjahr und Sommer schon an die Grenzen dessen, was ich ruhigen Gewissens körperlich leisten kann, gegangen bin, wird das der richtige Schritt gewesen sein. Und dadurch war es jetzt auch wieder richtig, die oben erwähnte Hospitation vorher durchgeführt zu haben, denn zu dritt würde es hier echt eng werden.

Jetzt bin ich gespannt, wie das neue Jahr wird. Dadurch, dass wir nun zu zweit arbeiten, werde ich in den Ferien den Laden nicht mehr schließen müssen, um Urlaub machen zu können. Das finde ich schon mal wichtig und gut.
Wenn der Frühling nicht all zu früh über uns hereinbricht, werden wir hoffentlich noch ein paar Dinge im Laden ein- bzw. aufbauen, die ich schon beim Renovieren vor fast zwei Jahren machen wollte, aber nicht geschafft habe, weil ich andere Dinge wichtiger fand, z.B. Kundenwünsche erfüllen…
Außerdem werde ich mich mal mit meinem Vermieter zusammensetzen müssen: Die Fassade des Nachbarhaus (Nr. 79) wurde im Herbst neu gemacht. Das andere Nachbarhaus sah ja vorher schon gut aus. Nun sticht die Nummer 77 so ein bisschen wie das hässliche Entlein heraus. Da muss was getan werden. Vielleicht ließe sich bei der Gelegenheit auch noch die nicht leuchtende Leuchtreklame ändern. Die stammt ja auch noch von meinem Vorgänger…

Am spannendsten sind allerdings die Dinge, die im Privaten anstehen: Im Januar oder Februar soll mein jüngstes Kind das Licht der Welt erblicken. Und außerdem brauchen wir dann auch eine größere Wohnung (oder ein Haus), um einen 6-Personen-Haushalt angemessen unterzubringen. Vielleicht finden wir ja sogar was in Teltow…

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