Plattentektonik

Unter dem Begriff Plattentektonik habe ich dereinst in der Schule gelernt, dass sich die Kontinentalplatten auf diesem Planeten bewegen und Gebirge, Vulkane, Erdbeben usw. produzieren. Daran musste ich denken, als mir auffiel, dass in den letzten zwei Jahren mein großer, schwerer Schubladenschrank seinen ursprünglichen Standort verlassen hatte, um irgendwann in den nächsten 150 Jahren gegen die nächste Wand zu donnern und vorher noch ein Regal zusammenzufalten.

links erst 2cm Lageveränderung
links erst 2cm Lageveränderung
rechts schon 4cm verrückt
rechts schon 4cm verrückt

Offenbar schließen wir die Schubladen dieses Möbels, das der Legende nach seinen Ursprung bei IBM haben soll, mit mehr Schwung als wir sie öffnen, so dass das massige Ungetüm bei jedem Schubladenschließen ein paar Mikrometer weiter von der Fuge weg driftet, an der es vor zwei Jahren mal ausgerichtet wurde. Mit dem Gliedermaßstab nachgemessen tun sich da Abgründe auf…

Das gefühlt mindestens eine Tonne schwere Ungetüm aus Stahl lässt sich auch nicht so einfach von einem Ort an einen anderen schieben. Allein schaffe ich das sowieso nicht, zu zweit klappt es auch nicht. Aber es gibt ja für jedes Problem jede Herausforderung eine Lösung – und in diesem Fall sogar ein passendes Werkzeug. Denn das, was in die eine Richtung funktioniert, funktioniert in die andere Richtung auch.

Nach ein paar Schlägen mit dem handlichen 5kg-Hammer auf ein zwischengelegtes Brett (Beulen wollte ich ja nun nicht produzieren) stand der Schrank nun wieder da, wo er hingehört – und mein Vermieter am frühen Morgen im Laden, um nachzusehen, ob wir gerade dabei sind, den Fußboden mit Gewalt auszubauen…

Schubladenschrank, Ausrichtungsfuge und Werkzeug
Schubladenschrank, Ausrichtungsfuge und Werkzeug

Ein Gedanke zu „Plattentektonik

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