Der Fahrradladen in einer anderen Zeit

Zur Zeit ist ja (und so soll es auch sein) ziemlich viel zu tun in meinem Fahrradladen. (Sieht man auch daran, dass hier so wenig neues zu lesen ist.) Normalerweise vergeht dann die Zeit immer ganz schnell und manchmal wünschen wir uns, dass die Zeit ein wenig langsamer vergeht.

Letzte Woche Dienstag kurz vor der Mittagspause warf ich einen Blick auf die Uhr, und da es erst kurz vor halb zwölf war und ich somit noch ein bisschen Zeit hatte, bevor ich mein Kindergartenkind abholen musste, beschloss ich, noch schnell ein Fahrrad auszupacken. Als das erledigt war (flüchtiger Blick auf die Uhr: kurz nach halb zwölf), begann ich, zwei weitere Fahrräder vom Verpackungsmüll zu befreien. Kurz vor drei viertel zwölf (auch: kurz vor viertel vor zwölf) freute ich mich darüber, dass ich so schnell war, wunderte mich, dass die Kirchturmuhr die Mittagsstunde ankündigte (musste wohl falsch gehen…) und brachte einen gut gefüllten gelben Sack und etwas Altpapier ins Lager.

Kurz nach drei viertel zwölf bereitete ich mich auf den Aufbruch vor, immer noch voll Freude, was ich in der Zeit alles geschafft hatte. Bevor ich meinen mobilen Fernsprecher in die Tasche steckte, warf ich noch einen Blick drauf: 12:13 Uhr. Schade, da passt sich das Verrinnen der Zeit im Fahrradladen mal unserem Arbeitspensum an – läuft aber draußen munter in normaler Geschwindigkeit weiter.

Fahrradladenuhr
(Symbolbild)

Ich hab dann mal die Batterie getauscht. Seitdem vergeht die Zeit wieder viel zu schnell…