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Vergessene Fahrräder?

Am 1. Mai hat an den öffentlichen Fahradständern vor dem Fahrradladen jemand zwei Fahrräder angeschlossen. Es kommt durchaus vor, dass jemand außer uns diese Parkplätze nutzt. In der Regel bekommen wir dann kurz darauf den Schlüssel und einen Reparaturauftrag, oder ein Besucher eines Nachbarn fährt nach ein paar Stunden oder Tagen wieder nach Hause. Bislang stand erst einmal ein Fahrrad länger dort, bei dem ich mir sicher war, dass es einem meiner Kunden gehört. Dem war dann auch so.

abgestellte Fahrräder

Bei diesen Fahrrädern bin ich mir nicht so sicher. Zwar ist deren Zustand nicht so gut, aber es gibt durchaus Leute, die sie aus veschiedenen Gründen noch reparieren lassen würden. Daher warten wir mal noch ein paar Tage ab, ob etwas passiert. Wenn sie nächsten Monat immer noch da stehen, werde ich mal bei der Stadt nachfragen, ob sich das Fundbüro dieser Fahrräder annehmen könnte.

Wildunfälle

Ziemlich am Anfang meiner Ausbildung, es muss Ende 2004 oder Anfang 2005 gewesen sein, nahm ich ein Fahrrad mit einem verbogenen Vorderrad zur Reparatur an. Um einordnen zu können, ob außer dem Vorderrad noch weitere Teile beschädigt sein könnten, fragte ich natürlich nach der Ursache. Wenn das Fahrrad im Felgenbrecher-Fahrradständer umfällt, ist in der Regel nur das Vorderrad hinüber; wenn es in einen Unfall verwickelt wird, können auch Gabel und Rahmen in Mitleidenschaft gezogen sein. Die Antwort auf meine „Was ist denn da passiert?“-Frage:

Ich habe einen Fuchs überfahren!

Ich war überrascht – und nicht gerade darüber begeistert, dass mir so etwas gleich am Anfang meiner Ausbildung passieren musste. Aber immerhin hatte ich immer, wenn mal jemand mit einem Tier-Unfall (i.d.R. Kollisionen oder Ausweichmanöver in Zusammenhang mit Hunden) zu mir kam, eine kleinen Anekdote zu erzählen. Ich hielt die Geschichte auch nicht für steigerungsfähig.

Bis jetzt.

verbogener Lenker
Lenker durch WIldunfall verbogen

Ich bin mit einem Reh zusammengestoßen! Das kam plötzlich auf freiem Feld hinter einem Gebüsch hervor, mitten am Tag…

Dreiste Anzeigenverkäufer

Ich habe den Eindruck, dass, wenn ich irgendwo Werbeanzeigen schalte, fast immer irgendwelche Trittbrettfahrer aufspringen und mir Werbeanzeigen unterschieben wollen, die ich gar nicht haben will. Meist läuft das ungefähr so ab:

Telefon klingelt: „Hallo, hier Müller-Meier-Schulze vom Aufdringlichen Verlag. Sie hatten bei uns die Anzeige in der Informationsbroschüre, die überall verteilt wird, beauftragt…“ Dem widerspreche ich, daraufhin besteht der Anrufer darauf, dass er einen von mir unterzeichneten Vertrag vorliegen habe. Dem widerspreche ich wieder und bitte darum, dass er mir die Unterlagen, die ich angeblich unterschrieben haben soll, zukommen lässt, damit ich das überprüfen kann. Damit ist das Gespräch zu Ende und es passiert danach gar nichts, wenn man davon absieht, dass die Telefonnummer, die der Anrufer verwendet hat, in der Sperrliste unserer Telefonanlage landet und fortan nie wieder jemand mit dieser Nummer bei uns anrufen kann.

Nun hatten wir einen besonders dreisten Fall von Werbeanzeigenunterschiebeversuch: Herr Hauf-Schneider fragte, ob sein Kollege Herr Laufbursch vorbeikommen könne, um den Korrekturabzug vorzulegen – für die Anzeige, die ich in der Gesundheitsbroschüre der Stadt Teltow schalten wollte. Ich bin nicht weiter darauf eingegangen, dass ich niemanden beauftragt habe, eine Anzeige in einer „Gesundheitsbroschüre der Stadt Teltow“ für mich zu veröffentlichen. Da er aber jemanden persönlich zu mir schicken wollte, was ja sonst in diesen Fällen offenbar unüblich ist, stimmte ich diesem Besuch zu. Und in der Tat stand am nächsten Tag Herr Laufbursch bei mir im Laden und präsentierte mir einen Korrekturabzug einer Anzeige für die „Gesundheitsbroschüre, die die Post verteilt“.  Offensichtlich hatten sie eine echte Werbeanzeige von mir aus einem anderen Werbeträger ausgeschnitten, herauskopiert oder gescannt. Sicherheitshalber fragte ich, ob ich einmal sehen könnte, wie die Broschüre aussehen sollte. Er zeigte mir Beispielseiten: „Ist jetzt zwar A4, das wird dann aber A5.“ Ich ließ ihn wissen, dass ich an der ganzen Sache kein Interesse habe.

Abgesehen davon, dass mich diese Werbeanzeigenunterschiebeversuche nerven, finde ich es ziemlich dreist, jemanden anzurufen und so zu tun, als habe man einen Vertrag, den es gar nicht gibt, offenbar einfach in der Hoffnung, der Angerufene habe keinen Überblick und würde dem schon zustimmen und die Euros springen lassen. Dass dann aber jemand vor mir steht und eine in meinem Auftrag an anderer Stelle veröffentlichte Werbeanzeige benutzen will, um mir einen Vertrag unterzuschieben, ist aber noch viel dreister.

So viel Dreistigkeit soll belohnt werden. Die Frage, ob er denn nächstes Jahr wiederkommen dürfe, um mir die Gesundheitsbroschüre zu zeigen, falls ich dann vielleicht doch eine Anzeige darin schalten wolle, habe ich einfach mal bejaht. Soll er seine Zeit dafür verschwenden, mich zu besuchen und mir wieder nichts zu verkaufen….

Warnrundschreiben eines seriös arbeitenden Verlags
Seriös arbeitende Verlage haben das Problem, dass Trittbrettfahrer den Eindruck erwecken, in ihrem Auftrag tätig zu sein, und so ihre Kunden prellen.

(Namen frei erfunden.)

Telefon-Störung

Seit Mittwoch, 27.03.2019, ca. 17:30 Uhr funktioniert unsere Rufnummer 03328/474679 nicht. Aus irgend einem Grund erreicht man dort nicht uns, sondern jemanden, der mit dem Fahrradladen nichts zu tun hat. Der Kundendienst unseres Telefonanbieters ist informiert.

Aktualisierung (Donnerstag, 28.03.2019, 14:00 Uhr):

Seit etwa 10:30 Uhr funktioniert alles wieder. Laut Kundenbetreuer gab es hier in der Gegend einige Fälle von falsch umgeleiteten Rufnummern. Da die offizielle Rufnummer nun wieder richtig funktioniert, ist die  zwischenzeitlich hier angegebene Ersatz-Rufnummer  wieder abgeschaltet.

Und im Radio: Fahrradladen

Anfang letzter Woche rief mich eine Reporterin von Antenne Brandenburg an. Sie meinte, wie wahrscheinlich alle anderen auch hätten sie in der Redaktion schon fast zu spät festgestellt, dass ja die Fahrradsaison gerade beginnt. Ob Sie uns für ein Interview (nicht live) zu Tipps für den Start in die Fahrradsaison besuchen dürfe. Sie durfte. Also war sie am Mittwoch kurz nach Ladenöffnung bei uns und stellt viele Fragen.

Am Freitag um ca. 11:15 Uhr lief dann ihr zweieinhalb Minuten langer Beitrag. Ich finde, aus dem Interviewmaterial hat sie auch fast alle wichtgen Punkte unterbringen können. Eine Sache, die ich sehr wichtig finde, ist leider unberücksichtigt geblieben: auf den richtigen Luftdruck achten. Zu geringer Luftdruck sorgt dafür, dass das Rad schwer läuft und dass Reifen und Schläuche Schaden nehmen. Um dies zu vermeiden, ist der korrekte Luftdruck wichtig.

Und aus irgend einem Grund ist ein Buchstabe zu viel in meinen Namen geraten.

Telefon-Umstellung

Heute wird unser Telefon von ISDN auf IP-Technologie umgestellt. Daher kann es sein, dass wir heute vorübergehend nicht telefonisch erreichbar sein werden.

Ergänzung 9:30 Uhr: E-Mail funktioniert, wie auch alles andere, was mit dem Internet zu tun hat, aber kein Telefon ist (EC-Gerät z.B.).

Aktualisierung 14:30 Uhr: Seit der Mittagspause funktioniert alles wieder. Nur ein paar Feinheiten (beispielsweise Anrufbeantworter) müssen noch wieder richtig eingestellt werden.

Nachtrag: Was ich noch positiv anmerken möchte: Am Montag hat mich jemand von der Geschäfskundenbetreuung angerufen und nachgefragt, ob alles geklappt hat und funktioniert. Ich konnte es nur bejahen.

Frage anlässlich des mutmaßlichen Frühlingsbeginns

Angesichts der momentanen Wetterlage stellt sich mir die Frage, wann all die Kunden zu uns kommen werden, die im Herbst meinten, sie würden dann im Winter wieder kommen, wenn sie wegen Kälte und Glätte sowieso nicht Rad fahren würden.

Ja, man soll den Tag nicht vor dem Abend loben. Aber damit, dass es vor dem nächsten Winter noch einmal über einen längen Zeitraum (also mindestens zwei Wochen) richtig kalt wird, rechne ich im Moment eher nicht.

Arbeitsvertrag unterschrieben

Arbeitsvertrag-Kopf

Die Suche nach einem weiteren Mitarbeiter lief wieder, wie so vieles in diesem Laden, anders als ich mir das gedacht hatte. Zunächst hatte ich einige vielversprechende Bewerber, die auch alle gut zu meinem Laden gepasst hätten. Dafür hat mich auch der ein oder andere Selbstständige in Teltow, mit dem ich in letzter Zeit über das Thema Mitarbeitersuche ins Gespräch gekommen bin, beneidet.

Der 01.01.2019, zu dem ich einen neuen Mitarbeiter einstellen wollte, rückte immer näher und ein Bewerber nach dem anderen stand aus unterschiedlichsten, aber sehr gut nachvollziehbaren Gründen nicht mehr zur Verfügung. Nun hatte ich noch eine Anfrage nach einem Schülerjob und eine nach einem Minijob. Während ich mir nun den Kopf zerbrach, ob und wie ich damit meinen Bedarf an Arbeitskraft decken könnte, rief mich einer der Bewerber, die schon abgesagt hatten, an und fragte, ob die Stelle noch frei wäre. Er habe gute Gründe, seine inzwischen aufgenommene Beschäftigung noch in der Probezeit zu kündigen. Nach einem weiteren persönlichen Gespräch sind wir uns dann auch schnell einig geworden.

Nun habe ich also in fünf Jahren Selbständigkeit meinen vierten Arbeitsvertrag unterschrieben, stets an der Stelle, an der „Arbeitgeber“ steht. Ab dem 15.02.2019 werden wir dann also zu viert in meinem kleinen Fahrradlädchen arbeiten: Sven, ein Minijobber, der nach seinem Job im öffentlichen Dienst noch mindestens drei Stunden in der Woche bei mir Fahrräder zusammenbaut, Müll sortiert und andere Nebenarbeiten ausführt, die sonst liegen bleiben würden; Roman, der erst nur einen befristeten Vertrag hatte (zum Ausprobieren) und nun schon seit fast dreieinhalb Jahren 27,5 Stunden pro Woche mit mir zusammen arbeitet; David, „Der Neue“, der gern 40 Stunden pro Woche arbeiten möchte; und ich, selbst und ständig, mit 50 bis 70 Stunden pro Woche, je nach Auftragslage.

Ich bin gespannt, wie es zu viert wird. Vor allem werden wir disziplinierter mit den knapp bemessenen Platzverhältnissen umgehen müssen. Von der Neueinstellung verspreche ich mir, dass die Reparatur-Wartezeiten in der Hauptsaison wieder etwas kürzer werden und dass wir somit der offenbar weiter steigenden Nachfrage gerecht werden können. Angenehmer Nebeneffekt wird wohl sein, dass wir keine verkürzten Öffnungszeiten mehr machen müssen, wenn ich Urlaub mache. Außerdem mache ich mir Hoffnung auf ein bisschen mehr Freizeit – und vielleicht komme ich dann auch wieder öfter dazu, hier etwas über unseren vielfältigen Arbeitsalltag zu schreiben.

Einen weiteren Mitarbeiter einzustellen ist (wie viele andere unternehmerische Entscheidungen) bei der derzeitigen Größe dieses Unternehmens natürlich immer ein Wagnis, schon allein weil so ein Mitarbeiter ja bezahlt werden möchte. Allerdings haben wir gerade im letzten Jahr wirklich an der obersten Grenze dessen, was irgendwie zeitlich machbar ist, gearbeitet und ich weiß, dass wir noch einiges mehr hätten machen können, wenn unsere Arbeitszeit und -kraft nicht begrenzt wäre. Von daher und angesichts dessen, wie die ersten sechs Wochen diesen Jahres gelaufen sind, mache ich mir da aber keine Sorgen.

Winterferienöffnungszeiten 2019

Auch in diesem Jahr gibt es wieder Winterferien, die natürlich Anlass für ein bisschen Urlaub sind – aber wirklich nur für ein bisschen Urlaub. Daher:

Am Montag, 04.02., und Dienstag, 05.02.2019, bleibt der Fahrradladen nur bis 15:00 Uhr geöffnet.

Ab MIttwoch, den 06.02.2019, gelten dann wieder die normalen Öffnungszeiten. Und die Chancen stehen ganz gut, dass es das letzte Mal ist, dass wir wegen Urlaub kürzere Öffnungszeiten haben.

Weihnachts-nicht-Öffnungszeiten 2018

Das Weihnachtsfest und der Jahreswechsel nähern sich mit großen Schritten. Damit geht ein sehr,  sehr arbeitsreiches Jahr zu Ende. Und am Ende diesen Jahres werden wir wieder ein paar Tage zu Hause bleiben:

Vom 22.12.2018 bis 01.01.2019 bleibt der Fahrradladen geschlossen.

Ab dem 02.01.2019 sind wir dann wieder da. Bis dahin wünschen wir eine schöne Advents- und Weihnachtszeit und einen guten Start ins neue Jahr!