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Was man nicht gleich macht…

Hinweis eines Kunden: Er habe auf meiner Internetseite nichts zu dem Samstag im September, an dem der Fahrradladen geschlossen bleibt, gefunden. Ich war felsenfest davon überzeugt, ich hätte auf der Öffnungszeitenseite den 15.09.2018 eingetragen, als ich das Steckschild für das Öffnungszeitenschild an der Ladentür gebastelt hatte. Habe ich aber nicht, wie sich herausstellte. Tut mir jetzt ein bisschen leid für all diejenigen, die am vergangenen Samstag umsonst zum Fahrradladen gepilgert sind. Immerhin haben alle, die versucht haben, anzurufen, die Ansage gehört, dass der Laden an diesem Tag geschlossen bleibt.

Für Oktober habe ich jetzt schon beides aktualisiert: Die Ladentür und die Internetseite. Am 20.10.2018 bleibt die Fahrradladentür geschlossen.

Fahrradklimatest 2018

Wieder einmal fragt der ADFC ganz interessiert nach, wie denn das Fahrradklima im Land so ist. Konkret kann jeder Fragen zum Verkehrsklima, zum Stellenwert des Radfahrens, zur (gefühlten) Sicherheit und zum Komfort beim Radfahren, sowie zur Infrastruktur der Städte, in denen er/sie unterwegs ist, beantworten. Zusatzfragen gibt es dieses Jahr zum Thema Kinder- und Familienfreundlichkeit.

Übrigens hatte Teltow 2014 siebzig Teilnehmer, 2018 waren es zweiundachtzig. Vielleicht schaffen wir dieses Jahr eine dreistellige Zahl?

Der Fragebogen ist online auszufüllen unter:
https://www.fahrradklima-test.de/
Gedruckte Fragebögen gibt es wieder bei uns im Laden oder am 07.10. am ADFC-Stand auf dem Stadtfest.

Sommerferienöffnungszeiten 2018

Letztes Jahr hatten wir arbeitsreiche Sommerferien: Wir hatten ganz viele Kartons und Möbel einzupacken, durch die Gegend zu transportieren und auszupacken, außerdem alten und neuen Wohnraum zu renovieren. Wir nannten es Urlaub, auch wenn es viel Arbeit war. Dieses Jahr können wir es ruhiger angehen lassen. Wie immer, seit ich nicht mehr allein in meinem Laden arbeite, sind es zwei Wochen, in denen es durch meinen Sommerurlaub verkürzte Öffnungszeiten gibt.

Vom 16. bis 28.07.2018 haben wir wie folgt geöffnet (Abweichungen vom Normalzustand hervorgehoben):

Montag bis Freitag:
10:00 bis 12:00 Uhr und 13:30 bis 15:00 Uhr

Samstag (21. und 28.07.2018):
geschlossen

Ab dem 30.07.2018 geht es dann wieder zu den normalen Öffnungszeiten weiter.

Facebook gelöscht

Vielleicht hat es der ein oder andere schon gemerkt: Der Fahrradladen in Teltow ist nicht mehr auf Facebook zu finden. 2014, als ich den Laden übernommen habe, hatte ich die Facebook-Seite aus reinem Opportunismus eingerichtet, weil es in dem Moment die einfachste und schnellste Möglichkeit war, ein wenig Internetpräsenz herzustellen.

Mich hat ziemlich schnell genervt, dass ich von Facebook immer wieder Nachrichten bekommen habe, wie „Kennst du Quentin Fürchtegott?“. Später ging es dann mit sowas wie „Du hast 1000 neue Benachrichtungen“ weiter. Diese Benachrichtigungen waren i.d.R. dann: „Es kann sein, dass du Quentin Fürchtegott oder Elfrun Rodelind kennst…“ Erschreckend war allerdings, wie viele der erwähnten Personen ich tatsächlich kenne.

Auch wenn mich das schon seit Jahren genervt hat, war ich doch zu bequem, die letzte Konsequenz zu ziehen, und meine Facebook-Seite zu löschen. Nun brach aber, wenn man manchen überstürzten Aktivitäten glauben möchte, „völlig unerwartet“ eine neue Bedrohung über das Internet herein: die EU-Datenschutz-Grundverordnung. Im Zuge dessen musste man bei Facebook nach dem Login ein paar Sachen abnicken, um es weiter nutzen zu können.

Zuerst hätte man „Werbeanzeigen auf Basis von Partnerdaten“ zustimmen können. Ich habe mir alles dazu durchgelesen und entschieden, dass da schon so viel drin stand, was ich nicht möchte, dass ich dem nicht zustimmen möchte. War auch einfach möglich, aber das Design war schon so aufgebaut, als wenn man dazu verleitet werden sollte, auf „zustimmen“ zu klicken/drücken.

Was dann kam, fand ich ziemlich gruselig: „Aktiviere Gesichtserkennung…“ Facebook führt dann ein paar Beispiele auf, wie man Gesichtserkennung positiv nutzen kann. Man wird sogar mit Nutzer-Nachteilen (sinngemäß: „Blinden können wir dann leider nicht sagen, wenn du auf einem Bild zu sehen bist“) konfrontiert und es wird sogar indirekt gedroht: „Wenn du die Gesichtserkennung deaktiviert lässt, können wir diese Technologie nicht nutzen, wenn ein Fremder dein Foto verwendet und sich damit für dich ausgibt.“

(Man stelle sich mal vor, ein nicht so vertrauenswürdiges Unternehmen hätte Zugang zu Überwachungs-/Spionagetechnologie, wozu ich Gesichtserkennung zählen würde, und gleichzeitig Zugang zu riesigen Mengen möglicherweise kompromittierenden Bildmaterials. Nur mal so rein hypothetisch.)

Was ich bis dahin schon echt unangenehm fand: Das Design der Dialogboxen war immer darauf ausgerichtet, dass man intuitiv dem Wunsch von Facebook folgen würde, i.d.R. mit einem optisch hervorgehobenen „Zustimmen und fortfahren“ versus Textlink in der Art „Einstellung verwalten“, aber ohne den Hinweis, dass man dann auch noch hätte fortfahren können. Wenn man sich aber alles genau durchliest und sich noch ein paar Gedanken dazu macht, könnte man auch auf den Gedanken kommen, dass man vielleicht keine Gesichtserkennung oder Werbepartnerdatenverarbeitung oder so haben möchte. Das widerspricht aber vermutlich dem facebookschen Geschäftsmodell.

Ich hätte mir dann noch die Nutzungsbedingungen, Datenrichtlinie und Cookie-Richtlinie durchlesen können. Aber das war mir zu viel Text. Daraus, dass Facebook mich vorher schon immer zu Sachen drängen wollte, die ich gar nicht wollte, schließe ich mal, dass da noch viel mehr drin steht, was ich nicht möchte. Also habe ich dann mal meine Facebook-Seite und meinen Facebook-Account gelöscht.

Weiterführende Informationen zu Kritikpunkten u.a. an Facebook gibt es bei Digitalcourage.

Lange Wochenenden

Anfang Mai gibt es wieder eine Häufung von Feiertagen. Das hat so seine Vor- und Nachteile. Wegen der zur Zeit mehr als  nur guten Auftragslage wäre es mir natürlich lieber, wenn die ganzen Feiertage im Winter wären, wenn etwas weniger zu tun ist. Aber so haben wir halt zwischen Winter- und Sommerferien, in denen wir uns jeweils ein bisschen Urlaub gönnen, ein paar freie Tage, um uns von den Anstrengungen des gewaltigen Arbeitspensums, das wir im Frühjahr bewältigen, zu erholen. So, wie ich mich kenne, würde ich mir die freien Tage in der arbeitsreicheren Zeit auch nicht freiwillig gönnen, wenn sie nicht vorgeschrieben wären. Von daher ist es schon ganz gut so. Den Nachteil, dass die Wartezeiten für Reparaturen dann etwas länger werden können, obwohl wir kräftig Überstunden leisten (aber die fehlenden Arbeitstage dadurch nicht kompensieren können), müssen wir in Kauf nehmen. Gleichzeitig wird unser Waren- und Dienstleistungsangebot bei mehr freien Tagen mit schönem Wetter durch allgemein vermehrte Fahrradnutzung mehr nachgefragt. Ein Teufelskreis ;)

Und so verteilen sich die freien Tage im Mai für uns in diesem Jahr:

Dienstag, 01.05.2018: geschlossen (Tag der Arbeit, am 30.04. bleibt der Laden aber offen)
Freitag und Samstag, 11. und 12.05.2018: geschlossen (Brückentage nach Himmelfahrt)
Samstag,  19.05.2018: geschlossen (Familienfeierlichkeiten am Pfingstwochenende)

Dass es damit auch ausnahmsweise gleich zwei Samstage in Folge gibt, an denen der Fahrradladen geschlossen bleibt (statt einem im Monat), werden wir alle auch überstehen, denke ich.

Gelöst

Das Rätsel um das Fahrrad, das hier monatelang angeschlossen auf einem (tagsüber) bewachten Parkplatz vor dem Laden stand ist gelöst. Mittlerweile war der Kunde, dem es gehört, bei uns und hat uns den Auftrag erteilt, den Platten zu beheben. Er hatte das Fahrrad vor Weihnachten wegen des platten Reifens vor dem Laden angeschlossen und auf dem Weg nach Hause den Schlüssel verloren. Mehrfaches Suchen nach dem Ersatzschlüssel blieb leider erfolglos, so dass er uns nun außerdem damit beauftragt hat, das Schloss mit unserem „Universalschlüssel“ (in diesem Fall: Bolzenschneider) zu öffnen.

gewaltsam geöffnetes Schloss am Fahrad

Damit sind wir dann auch meinem Geschäftsraum-Vermieter zuvorgekommen, der sich schon ernsthaft damit beschäftigt hat, ob es rechtlich zulässig wäre, das (in seinen Augen) herrenlose Fahrrad vor seinem Haus mit der Flex vom Fahrradbügel zu trennen.

Hinweis an alle Nutzer eines Faltschlosses: Die Aufbruchsicherheit wird deutlich erhöht, wenn sich die Stäbe des geschlossenen Schlosses nicht in einen spitzen Winkel zueinander bringen lassen.

Abgeschlossen

Vor kurzem habe ich Post von der Staatsanwaltschaft Potsdam bekommen."eingestellt, weil ein Täter nicht ermittelt werden konnte"In dem von mir angezeigten Fall von besonders schwerem Diebstahl (Einbruch in den Laden am 31.10.2017) wurde das Verfahren eingestellt. Das ist ärgerlich. Aber immerhin hat die Versicherung, die ich für solche und andere unschöne Ereignisse, von denen ich hoffe, dass sie nie eintreten mögen, habe, den Schaden komplett bezahlt. Damit kann ich dann diesen Vorgang aus der Schublade „in Bearbeitung“ entfernen.

Kleintransporter

Manchmal bekomme ich von irgendwelchen Autohäusern Werbebriefe, in denen mir Kraftfahrzeuge, vorzugsweise Transporter, speziell für die betriebliche Nutzung angeboten werden. Bislang habe ich darauf nicht reagiert. Nun werde ich mal ein paar Worte schreiben, um künftig immer eine passende Antwort auf diese Werbung parat zu haben, auf die ich dann verweisen kann.

Zunächst einmal eine kurze Aufstellung (in zufälliger Reihenfolge), welche betrieblichen Transportaufgaben wir bewältigen müssen:

  1. Fahrräder von Kunden abholen oder zu Kunden bringen,
  2. Warenlieferungen oder -rücksendungen zu Kunden oder Herstellern/Großhändlern bringen,
  3. Entsorgung von Abfällen,
  4. uns selbst zu Messebesuchen und Schulungen fahren,
  5. Material-/Wareneinkauf.

Für fast alles davon haben wir externe Dienstleister, die das günstiger anbieten können, als es für uns mit eigenem Fahrzeug und ggf. Fahrer wäre: Paketdienste, Speditionen, ÖPNV, Bahn, Abfallentsorger. Übrig bleibt eigentlich nur noch Punkt 1 und die ein oder andere Fahrt zum Baumarkt oder so. Und dafür haben wir längst eine fahrradspezifische Lösung: Kleintransporter weiterlesen